Kalk für den Wald

Die Versauerung der Waldböden hat ein beängstigendes Ausmaß angenommen. Schuld sind vor allem Schwefeldioxid- und Stickoxid-Emmissionen. Schwefeldioxid, Stickoxide, Umwandlungsprodukte (Fotoxidantien) greifen Boden und Bäume an. Gegenmaßnahmen, wie Kalkung und Düngung sind unbedingt notwendig, um die Bodenversauerung und ihre Folgeschäden zu verringern. Der Anteil der kranken Bäume in Deutschland liegt heute je nach Region und Baumart zwischen 32 und 76 Prozent. Mehr als 1/3 aller Waldböden weisen bereits Versauerungsschäden auf. Die Folgen und Gefahren der Versauerung zeigt das folgende Schema.

Da sich die Schadstoffbelastung im Waldboden über viele Jahrzehnte angesammelt hat, geht dieser Gesundungsprozess aber nicht von heute auf morgen.

Auf Risiken für Flora und Fauna wird im Rahmen der Bodenschutzkalkung besonders Rücksicht genommen, indem die Kalkausbringung nur außerhalb der Vegetationszeit durchgeführt wird und waldbauliche Aktivitäten, sowie Kalkungsmaßnahmen aufeinander abgestimmt werden. Der für die oberflächen- bzw. laufaktiven Insekten besonders ungünstige Feinanteil (0 – 0,09 mm) wird durch den Einsatz von Granulaten, wie z. B. dem Produkt Wald 80 P3 (mit 3% weicherdigem Rohphosphat) verhindert.

Artikel und Forschungsergebnisse zum Thema „Kalk im Wald“
10 Jahre erfolgreiche Bodenschutzkalkung in den rheinland-pfälzischen Wäldern.

Forschungsanstalt für Waldökologie
und Forstwirtschaft Rheinland-Pfalz
D-67705 Trippstadt
Internet: www.uni-kl.de/FVA/de/index.htm